Fett macht nicht fett - es ist der Zucker

Seit einiger Zeit wissen alle Experten der Ernährungsberatung, sowie auch die meisten Klienten, dass der größte Ernährungsirrtum der letzten Jahrzehnte aufgeklärt wurde! Nämlich die Aussage, dass uns das Fett in der Ernährung dick macht. Heute wissen wir, dass es nicht das Fett ist, sondern die Kohlenhydrate, also Zucker die Übeltäter sind, die dein T-Shirt immer enger werden lassen, bis Du dich unwohl fühlst und unzufrieden bist.

Aufatmen! Denn zahlreiche Studien konnten zweifellos belegen, dass Fett für deine Gesundheit und deinen Körper sehr wichtig und gesund ist.

Ich wollte es etwas genauer wissen und habe somit einige wissenschaftliche Erkenntnisse zum Fett und dessen Einfluss auf das menschliche Körpergewicht zusammengefasst.

Umsatzrekorde durch den Verkauf von fettarmen Light Produkten

Die Lebensmittelindustrie hat in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr fettarme bzw. fettreduzierte Light-Produkte auf den Markt gebracht und dem Verbraucher damit suggeriert, dass es sich hierbei um gesunde Schlankmacher handelt. Natürlich, es ist ja auch kein Wunder, denn über viele Jahrzehnte haben uns die Medien und vermeintlichen Ernährungsexperten mit ihren schlauen und gefährlichen Halbwissen vermittelt, dass zu viel Fett in der Nahrung sehr ungesund sei – und vor allem, dass es dick macht. Cholesterin, Fettleber, usw. – ich denke Du weißt schon, was ich damit meine.

 

Die immer reicher werdende Diätindustrie konnte diesen Zusammenhang natürlich für sich nutzen und leicht verständlich den Abnehmwilligen überteuerte Produkte verkaufen.

Die Kernaussage war: Fett macht fett, deswegen sollte man möglichst wenig davon essen. Und weil diese Aussage ja auch so einfach und schlüssig klingt, hält es sich nach wie vor immer noch sehr hartnäckig in vielen Köpfen – obwohl es nachweislich falsch ist und dieser Mythos schon längst widerlegt werden konnte.

Fette sind für deinen Körper unverzichtbar und erfüllen viel Funktionen

Es ist allerdings schon länger bekannt, dass die Fette nicht grundsätzlich schlecht sind. Denn allgemein unterscheidet man zwischen ungesättigten und gesättigten Fetten, die man früher gerne mal mit den Labeln „gesund“ bzw. „ungesund“ versehen hatte (eine Unterscheidung, die ebenfalls in der heutigen Zeit als überholt gilt). Denn beide Fettarten brauchst Du als Mensch täglich für sämtliche Stoffwechselprozesse im Körper. Sie sind z.B. zur Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K erforderlich, sorgen ebenfalls für ein natürliches Sättigungsgefühl, werden für die Bildung und Funktion von Hormonen und Enzymen benötigt und verhindern Schwankungen bzw. stabilisieren deinen Blutzuckerspiegel.

Eine häufige Frage, die ich aufgrund meiner Tätigkeit als Ernährungsberater zum Thema Fett z.B. oft gestellt bekomme ist:

Sollte ich fetten oder fettarmen Käse essen? Ich persönlich rate dir im Normalfall zu fettem Käse, da dieser schneller und anhaltender satt macht – und dadurch isst Du automatisch generell weniger.

Fettreduzierte Diäten funktionieren in der Regel nur schlecht und kurzfristig

Wenn Du dir vorgenommen hast, mit einer fettreduzierten Diät in Form zu kommen und ein paar Kilos abzunehmen, wirst Du höchstwahrscheinlich auf die Nase fallen, zumindest langfristig.

Denn es geht schon hier los, dass fettarme Lebensmittel oder Light-Produkte viel schlechter sättigen und Du so vom ständigen und leidigen Hungergefühl verfolgt wirst.

Hier ein kleines Beispiel zum Nachdenken: Während ein Joghurt mit 3,5% Fettanteil gut satt macht, wirst Du nach einem Joghurt mit nur 0,1% Fett ganz sicher nicht satt sein. Und das gilt in der Regel für alle fettreduzierten Produkte.

Weniger Hunger und ein stabiler Blutzuckerspiegel durch Fettverzehr

Wenn Du viel Fett isst, wirst Du bemerken, dass die Fettaufnahme durch eine leicht einsetzende Übelkeit begrenzt ist, die allerdings nicht wirklich unangenehm ist. Kohlenhydrate verursachen selbst beim Verzehr großer Mengen keine Übelkeit und sättigen im Gegensatz zu Fett auch noch um einiges schlechter. Fett verlängert die Magenverweildauer der Nahrung und hält somit viel länger satt.

So sehen gesunde Fette aus:

Mit fettem Fisch wie Lachs, Olivenöl, Walnüssen und Avocados kannst Du grundsätzlich nie etwas falsch machen.

Fett kann dir dabei helfen, Gewicht und Körperfett zu verlieren

Wenn es etwas gibt, das wir über Fett wissen sollten, dann ist es das, dass ein Fettverzehr alleine keine Gewichtszunahme bewirkt. Ganz im Gegenteil, es kann dir sogar sehr gut dabei helfen, ein paar überflüssige Pfunde und Kilos loszuwerden.

Diese Aussage wird unterstrichen mit diversen Ergebnissen aus vielen Studien rund um das Thema Fett. So wurde in einer groß angelegten Studie mit 50.000 teilnehmenden Frauen in einem Zeitraum von ganzen acht Jahren untersucht, ob nicht doch eine fettreduzierte Ernährung gesünder ist. Dabei aßen 60% der Damen ganz normal, ohne auf irgendetwas zu achten, während die anderen 40% ihren Fettanteil in der Ernährung deutlich reduzierten. Kurze Zwischeninformation: Statt 38% der gesamten Kalorien durch Fett aufzunehmen, waren es bei ihnen also dann nur noch 20%.

Nach der Auswertung dieser Daten wurde festgestellt, dass eine fettarme Ernährung weder das Risiko für Herzerkrankungen und Brustkrebs senken konnte, noch nachhaltig zu einer Gewichtsreduktion beiträgt. Im Umkehrschluss lässt sich also die Aussage treffen, dass Fett diese Faktoren auch in keinerlei Weise negativ beeinflusst.

Die goldene Regel lautet: Nicht Fett, sondern Zucker machen dick

Sehr interessant, denn wo genau tatsächlich das Problem bei den Gewichtszunahmen unserer Bevölkerung liegt, zeigt eine Auswertung von 50 sehr aufschlussreichen Studien zum Thema Ernährung, welche in dem medizinischen Fachmagazin „Food and Nutrition Research“ veröffentlicht wurden.

Dabei hat man, um eine fundierte Aussage treffen zu können Studien herangezogen, die ab dem Jahr 2000 durchgeführt wurden. Beim analysieren der Daten fanden die Forscher heraus, dass ein erhöhter Verzehr von Ballaststoffen und Nüssen so gut wie gar nicht zu einer Gewichtszunahme führt, während ein sehr hoher Fleischverzehr die Gewichtszunahme eher begünstigt. Ebenso wurden diverse Anhaltspunkte dafür gefunden, dass z.B. Vollkornprodukte, Haferflocken und fette Milcherzeugnisse vor einer Gewichtszunahme schützen. Zudem bewahren Ballaststoffe und Gemüse vor einer Zunahme im Bereich der Taille.

Auf der anderen Seite konnte ein direkter Zusammenhang zwischen übermäßigen Verzehr von Weißmehlprodukten, allen Süßigkeiten und Nachspeisen und einer Gewichtszunahme, kausal mit einem größeren Bauchumfang in Verbindung gebracht und festgestellt werden.

Das Problem ist also offensichtlich nicht das Fett, sondern der Zucker, sowie schnelle und einfache Kohlenhydrate aus Weißmehl. Laut Aussage der Verfasser schützt die Zufuhr von ballaststoffreicher Kost und einigen Molkereierzeugnissen, sowie die Reduktion von Weißmehl, Fleisch und Zucker nachhaltiger vor dem Dickwerden.

In Deutschland wird meiner Meinung nach nicht zu viel Fett gegessen, sondern einfach viel zu viele Kohlenhydrate. Unser Land Deutschland ist gerade unter der Zunahme von kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln immer dicker geworden. Zucker ist für mich persönlich der „König der Dickmacher“. Der Zucker (Kohlenhydrate) geht sehr viel schneller in dein Blut und lässt deinen Insulinspiegel sehr rasch ansteigen. Ein hoher Insulinspiegel verhindert wiederum den Fettabbau. Und durch die übermäßige Ausschüttung des Speicherhormons Insulin hast Du bereits nach sehr kurzer Zeit wieder Hunger oder Du unterzuckerst sogar. So kommst Du nach und nach in einen Teufelskreislauf, aus dem Du nur sehr schwer entfliehen kannst, aber dafür immer mehr Gewicht auf die Waage bringst.

Gönne dir regelmäßig Fett! Fetter Fisch, Avocados und Nüsse sind sehr gesund

Es kommt nicht auf die Fettmenge an, sondern auf die Art des Fettes, die Du zu dir nimmst. Fetter Fisch (wie z. B. Lachs), leckere Avocados, Nüsse und kalt gepresste Pflanzenöle (z. B. ein hochwertiges Olivenöl) sind sehr gute und gesunde Fette.

Besonders gesundheitsgefährdend und ungesund sind hingegen raffinierte Pflanzenfette/-öle bzw. versteckte Fette in Fertiggerichten, sowie in stark verarbeiteten Nahrungsmitteln, da diese oft viel Transfettsäuren enthalten, die für deinen Körper ungesund sind, da ihnen nachgesagt wird krebserregend zu sein. Diese Transfette nimmst Du eher unbewusst auf und meist in Kombination mit Zucker und Weißmehl. Dadurch mutieren sie zu Kalorienbomben, Dick- und Krankmachern.

Welchen Mehrwert ich dir bieten kann, um dir zu helfen

Fazit: Lass dir von mir einen auf Dich angepassten Ernährungsplan anfertigen, um deine Gesundheit zu schützen und dein Wunschgewicht bzw. deine Wunschfigur zu  erreichen.