Psychologische Fallen beim Abnehmen

Warum Abnehmen im Grunde eine Kopfsache ist

Zum erfolgreichen Abnehmen gehört immer auch das nötige Quäntchen Psychologie im Alltag dazu. Wer kennt sie nicht? Die kleinen, meist psychologisch bedingten Barrieren von immer wieder scheiternden Abnehmversuchen. 

Wie Musik, Gesellschaft, der tägliche Job, usw. deine Erfolge beim Abnehmen beeinflussen und wie Du darauf achten kannst, bewusster an das Thema „Wunschfigur“ ran zu gehen. Hier ein paar Beispiele aus meiner 24 jährigen Erfahrung als Ernährungsberater und Ernährungscoach.

 

Musik: 

Zu deinen Mahlzeiten solltest Du keine schnelle Musik hören. Viele Menschen essen dabei nämlich ungewollt hastiger und dadurch oft auch viel mehr als bei entspannter Musik. Merke: Entspannende Lounge Musik hat den gegenteiligen Effekt.

Hier ein schönes Musik-Beispiel, wie ich ein entspanntes Essen (meistens Raclette) auf dem Balkon genieße:

 

Gesellschaft:

In gemütlicher Runde isst man häufig mehr. Das soll in keiner Weise ein Appell sein, einsam zu speisen! Doch achte einfach mal bewusste und stärker auf deine Ess-Geschwindigkeit. Übrigens, kleiner psychologische Trick: Wer beim Essen in den Spiegel schaut, hat schneller genug.

 
Snacks

Versuche beweisen: Ist etwas Süßes zum Naschen oder Snacken in unmittelbarer Nähe, bedient man sich im Schnitt bis zu neunmal pro Tag. Liegt es in einer Schublade, sinkt die Zugriffszahl auf sechs, bei mehr Aufwand (aufstehen, zum Schrank gehen) sogar auf drei. Und wenn Du gar nichts da hast, dann ist es am besten, denn dann liegt die Zahl bei Null.

 
Feierabend:

Am Tag ist es in der Regel einfacher und leichter, sich das Essen zu verkneifen. Der Job lenkt in der Regel ab oder Du bist unterwegs und vergisst es schlichtweg einfach! Fehlende Kalorien holt sich der Körper dann später, ggf. sogar durch Heißhungerattacken. Mit dem einhergehenden Stress fallen oft durch das viele Essen auch alle Schranken von einem ab. Unterm Strich bleibt ein dickes Plus an Kalorien und zu wenig Bewegung.

 
Getränke: 
Es gibt Studien, die weisen nach, dass der Körper getrunkene Kalorien nicht voll registriert bzw. wahrnimmt und reagiert deshalb nicht mit der Verringerung des Appetits. Alkoholische Getränke heizen ihn sogar noch dazu weiter an.
 
 

Imbiss- und Fressbuden:

Auch im Stehen verzehrte Dinge scheint der Körper nicht unbedingt für voll zu nehmen. Das liegt weniger an der Haltung als an der mangelnden Konzentration auf die Mahlzeit, mit der man die Kalorien im Magen versenkt. Ein Vorbild sind hier die Chinesen, die sich während den Mahlzeiten voll und ganz auf Ihr Essen konzentrieren (meistens).

 
 

Schlafmangel:

Hier verbirgt sich ein sehr hohes Risiko, denn schon nach ein paar Tagen verändern sich den Studien zufolge die Hormonwerte so dramatisch, dass Übergewicht begünstigt wird. Zudem macht Müdigkeit schlechte Laune, motivations- und antriebslos. Die Folgen: Fressen und Faulenzen, teilweise hin bis zu depressiven Phasen.

Abnehmerfolg Süßigkeiten Falle

Vorräte:

Süßigkeiten und Naschereien für spontanen Besuch plündert man früher oder später in Normalfall meist selbst. Horte also nur sehr wenig und am besten das, was Du selbst nicht magst. Und hey, wer unangemeldet kommt, muss sich halt selbst etwas mitbringen. Zur Not gibt’s das Kiosk oder die Tanke.

 
 

Düfte:

Leckere Gerüche wabern überall, manche Läden erzeugen sie sogar absichtlich, um dir als Gast Appetit zu machen und dich zum Kauf zu verführen. Dagegen kann sich jeder nur schwer wehren. Am besten also niemals hungrig einkaufen gehen.

 

 

Büfetts:

Eine hohe Vielfalt an Auswahl verführt schnell zu übermäßigem Futtern, macht aber zufriedener und längere Zeit satt. Nimm einfach das, worauf Du Lust hast, aber nur sehr wenig davon und zögere den Nachschlag hinaus! Hole dir dann auch nur die besten Sachen nach.