Intervalltraining für Herzkranke

Wenn ein Mensch zwischen 2000-2500 Kalorien pro Tag verbrennt, kann er das Risiko, koronarkrank (Herz-Kreislauf-krank) zu werden, um zwischen 50 bis 70 Prozent senken! Ganz gleich, ob er das durch seine tägliche Arbeit schafft, oder durch ein entsprechendes Training.

Herz Kreislauf Training Frankfurt am Main

Vorteile des Intervalltraining zum herkömmlichen Ausdauertraining Dauermethode) 

Die Arbeitsmuskulatur des Paitenten beim Intervalltraining (zum Beispiel die Oberschenkelmuskulatur beim Radfahren) kann um das zwei- bis dreifache höher belastet werden, als beim herkömmlichen Ausdauertraining (Dauermethode), ohne dass die Herzfrequenz und der Blutdruck stärker steigen als erwünscht. Die kurzen Belastungsphasen und die darauf folgenden Erholungsphasen tragen dazu bei, dass die Patienten weniger schnell ermüden bzw. in Atemnot geraten.

Kurzum lässt sich die Leistungsfähigkeit vieler Herzkranken Patienten deutlich schoneneder und viel schneller verbessern als durch die herkömmliche Dauermethode. Zugleich spart Sie dem Patienten viel Zeit. Die Muskulatur wird so ganz nebenbei auch oft aufgebaut, gerade wenn es vorher kein Training gab. Eine Grundlagenausdauer ist ein durch das Intervalltraining senkt das Risiko eines Herzinfarkt bzw. reduziert das Risiko einen Weiteren zu erleiden.  

Wie läuft das Training denn ab?

Für das Intervalltraining mit einem Patienten eignet sich, bestätigt durch diverse kardiologischen Studien, am besten das Fahrradergometer (Heimtrainer). Die Belastung ist kontrollierbar und durch den vorgegebenen Bewegungsablauf absolut sicher und ungefährlich. 

Die Belastung kann genau dosiert werden und die Aktivität Schritt-für-Schritt erhöht werden, Der Herzkranke tritt über 30-45 Sekunden lang gegen einen, für ihn, relativ hohen Widerstand, gefolgt von einer Erholungsphase von ca. einer Minute, die er im Leerlauf bzw. bei geringer Intensität weitertritt. Muskulatur und Herz können sich währenddessen für die nächste Belastungsphase erholen. Das Intervalltraining kann 10, 15 oder auch 30 Minuten andauern. Die Herzfrequenz (engl. Heart Rate), der Blutdruck, die Atmung und die Ermüdung der Muskulatur werden kontinuierlich beobachtet. Daraus leiten sich die Empfehlungen ab, wie lange ein Herzpatient tritt und wie hoch die Belastung final ist. Das Intervalltraining kann mehrmals pro Woche bis täglich wiederholt werden und den normalen Sport ergänzen. 

Kann der Herzkranke auch alleine trainieren?

Im ersten Moment braucht jeder Herzkranke durch einen kardiologischen Spezialisten eine Anweisung, bei welcher Intensität er maximal trainieren darf, um risikofrei zu trainieren. Hierfür gibt es leider keine Studie – das ist alles invidivuell und kann variieren bzw. sich fortlaufend ändern, je nachdem wie gut sich das Herz-Kreislauf-System entwickelt. Nach der kardiologischen Expertise können die Herzpatienten dann ihr Training zu Hause machen, ohne mehrmals die Woche in ein Zentrum fahren zu müssen. 

Kurze Info: Da es wichtig ist, bei der Belastung die Herzfrequenz durchgängig zu kontrollieren, sollte der Herzpatient während seiner Aktivität auf dem Cardiotrainer zu Hause (z.B. Fahrradergometer) entweder eine Pulsuhr tragen, die ihm Hinweise gibt, wenn er den max. Puls erreicht hat. Auf den meisten Geräten stehen die Werte auf englisch. Hier wird das Wort Herzfrequenz als Heart Rate deklariert. 

Woher kommt die Idee mit dem Intervalltraining überhaupt?

Die Idee geht zurück in die 30er Jahre und stammt aus der Arbeitsmedizin. Forscher des Max-Planck-Instituts haben bewiesen, dass Arbeiter, die stündlich kurz pausieren durften, produktiver und körperlich beslastbarer waren. Quasi restistenter gegenüber Stress. 

Die Skandinavier übertrugen später dann dieses Prinzip der wechselnden Belastungen mit entsprechenden Pausen auf das Lauftraining. Damit wurde der Begriff “Intervalltraining” geboren. 

Bei Patienten mit bereits bestehnden Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat sich dieses Training als sehr nutzbringend und wertvoll bestätigt – es wurden seither tolle Ergebnisse zuzielt.

Warum konnten durch das Intervalltraining so toller Ergebnisse bei Kranken erzielt werden?

Ganz einfach: Die Muskeln trimmen, ohne das Herz dabei stark zu überfordern. Das ist der Schlüssel zum Erfolg! Die Muskulatur wird beim Intervalltraining z.B. beim Laufen im Intervall nur kurzzeitig aktiviert, 45 Sekunden bis 2 Minuten Blastung, bis die Herzfrequenz (Heart Rate) auf den maximal zu erreichenden Wert ansteigt, gefolgt von ausreichend viel Minuten Traben bei langsamen bis moderatem Tempo, bis der Körper wieder seinen reduzierten Puls erreicht hat.

Für den bereits Erkrankten hat dies den perfekten Vorteil, dass er seine Grundlagenausdauer so durch die Intervallläufe trainieren kann, dass er immer im Bereich seiner maximal, auf Grund seiner Krankenheiten, umsetzbaren Möglichkeiten, wie Maximalpuls, trainieren kann.